Studie zeigt: Traumzeit Festival erzeugt messbare wirtschaftliche Effekte für Duisburg

Traumzeit Festival im Landschaftspark Duisburg Nord
Düsseldorf, 10. Juli 2026. Das Traumzeit Festival ist nicht nur ein fester Bestandteil des Duisburger Kulturkalenders, sondern erzeugt auch messbare wirtschaftliche Effekte für die Stadt und die unmittelbare Region. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der IST-Hochschule für Management.

Im Mittelpunkt der Analyse steht die sogenannte Umwegrentabilität des Festivals. Untersucht wurde, welche regionalwirtschaftlichen Effekte durch öffentliche Förderung, Ausgaben auswärtiger Besucherinnen und Besucher sowie lokale Veranstalterausgaben entstehen. Grundlage der Untersuchung sind eine Besucherbefragung mit rund 300 Teilnehmenden sowie Sekundärdaten zu Ticketverkäufen, lokaler Mittelverwendung und öffentlicher Förderung.

Die Ergebnisse zeigen: Das Traumzeit Festival löst erhebliche Nachfrageeffekte in Duisburg und der Region aus. Die Untersuchung weist Besucherausgaben auswärtiger Gäste in Höhe von rund 222.000 Euro sowie lokale Veranstalterausgaben von rund 338.000 Euro aus. Bei einer öffentlichen Förderung von 310.000 Euro ergibt sich daraus eine direkte Umwegrentabilität von Faktor 1,81. Unter Einbezug indirekter und induzierter Effekte liegt der rechnerische Gesamteffekt bei rund 840.000 Euro. Pro eingesetztem Euro öffentlicher Förderung entstehen damit rechnerisch 2,71 Euro regionalwirtschaftliche Effekte.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Kulturförderung nicht nur kulturelle Teilhabe, künstlerische Vielfalt und Standortprofil ermöglicht, sondern auch konkrete wirtschaftliche Impulse setzen kann“, sagt Frank Jebavy, Leiter des Landschaftspark-Duisburg Nord. „Das Traumzeit Festival ist seit vielen Jahren eng mit Duisburg und dem Landschaftspark verbunden. Die Untersuchung macht nun sichtbar, dass davon auch Gastronomie, Einzelhandel, Dienstleister und weitere lokale Akteure profitieren.“

Durchgeführt wurde die Studie von Kiara Koch unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Johannes Bauer als Abschlussarbeit im Masterstudiengang Kommunikationsmanagement an der IST-Hochschule für Management in Düsseldorf. „Mich hat besonders interessiert, wie sich die wirtschaftlichen Effekte eines etablierten Kulturfestivals empirisch erfassen lassen“, sagt Absolventin Kiara Koch. „Die Untersuchung zeigt, dass das Traumzeit Festival nicht isoliert als Kulturereignis betrachtet werden sollte, sondern als Veranstaltung, die zusätzliche Nachfrage in die Stadt bringt und damit über das Festivalgelände hinaus Wirkung entfaltet.“

Für Prof. Dr. Matthias Johannes Bauer, Professor für Kommunikationsmanagement an der IST-Hochschule und in Forschung und Lehre seit Jahren auf Festivalmanagement spezialisiert, ist die Studie zugleich ein Beispiel für die wachsende Bedeutung empirischer Grundlagen in der Festivalbranche. „In der öffentlichen Debatte über Kulturförderung wird häufig mit grundsätzlichen Positionen argumentiert. Gerade deshalb brauchen wir mehr belastbare Daten und evidenzbasierte Entscheidungen“, sagt Festivalprofessor Bauer. „Die Studie zum Traumzeit Festival zeigt exemplarisch, wie angewandte Hochschulforschung dazu beitragen kann, die ökonomischen, kulturellen und stadtgesellschaftlichen Effekte von Festivals differenzierter zu verstehen.“

Das Traumzeit Festival wurde 1997 gegründet und findet im Landschaftspark Duisburg-Nord statt. Das dreitägige Festival zieht jährlich rund 10.000 Festivalbesuche an und verbindet ein profiliertes Musikprogramm mit einer besonderen industriekulturellen Spielstätte. Die aktuelle Untersuchung betrachtet dabei vor allem die direkt messbaren ökonomischen Effekte. Immaterielle Wirkungen, etwa auf Image, Standortattraktivität, kulturelle Identität oder die Wahrnehmung Duisburgs als Festival- und Kulturstadt, wurden in der Berechnung nicht vollständig monetarisiert.

Die Ergebnisse liefern damit eine empirische Grundlage für die weitere Diskussion über die Bedeutung öffentlich geförderter Kulturgroßveranstaltungen. Sie zeigen zugleich, dass Festivals als kulturelle Ereignisse, touristische Anlässe, Standortfaktoren und wirtschaftliche Impulsgeber zusammengedacht werden müssen.

Über Festivalforschung und Festivalmanagement an der IST-Hochschule für Management

Die IST-Hochschule für Management beschäftigt sich in Forschung und Lehre seit mehreren Jahren intensiv mit Fragestellungen des Festival- und Veranstaltungsmanagements. Zu den Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Besucherverhalten, Nachhaltigkeit, Awareness, Sicherheit, Barrierefreiheit, Markenführung, Kommunikation sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkungen von Festivals.

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen regelmäßig in die Lehre ein und werden gemeinsam mit Praxispartnern aus der Veranstaltungsbranche weiterentwickelt. Entsprechende Fragestellungen spielen insbesondere in den Studiengängen Kommunikation & Eventmanagement (B.A.), Kommunikationsmanagement mit Schwerpunkt Event- und Festivalmanagement (M.A.) sowie im Zertifikatskurs Festivalmanagement eine Rolle. Studierende werden dabei ermutigt, aktuelle Herausforderungen der Festival- und Veranstaltungsbranche wissenschaftlich zu untersuchen und eigene Forschungsprojekte umzusetzen.

Die IST-Hochschule für Management

Die „IST-Hochschule für Management“ bietet branchenspezifische Fernstudiengänge in den Bereichen „Kommunikation & Wirtschaft“, „Tourismus & Hospitality“, „Sport & Management“ sowie „Fitness & Gesundheit“ an. Darunter zum einen Bachelorstudiengänge, die sich sowohl für Schulabgänger:innen eignen, die einen beruflichen Einstieg in die jeweilige Branche anstreben, als auch für Personen, die bereits über Berufserfahrung verfügen und den nächsten Karriereschritt vorbereiten möchten. Und zum anderen Masterstudiengänge für den nächsten Schritt auf der Bildungs- bzw. Karriereleiter. Nahezu alle Studiengänge werden neben einer Vollzeit-Variante und einer Teilzeit-Variante auch als duales Studium angeboten – also als Kombination von einer praktischen Berufsausbildung im Betrieb und der wissenschaftlichen Lehre einer Hochschule. Alle Angebote zeichnen sich aus durch eine hohe Flexibilität, eine moderne Wissensvermittlung mit Online-Vorlesungen und Online-Tutorien, eine ausgesprochene Praxisnähe sowie die Möglichkeit, persönliche Wahl-Themenschwerpunkte zu setzen. Die Studierenden erreichen so anerkannte akademische Abschlüsse, die sie für Führungspositionen im mittleren und gehobenen Management qualifizieren.

Pressekontakt
Maria Vogel

Werde Teil der Community!

Registriere dich jetzt für unseren eventletter und bleibe immer up-to-date mit den neuesten Nachrichten aus der Eventbranche.

Die Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten erfolgt entsprechend den Bestimmungen der Datenschutzerklärung.
Hier kann ich mich vom Newsletter wieder abmelden.
Einwilligung zu Cookies & Daten
Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien, um Inhalte zu personalisieren und dein Nutzererlebnis zu optimieren. Indem du auf "Okay" klickst oder in den Cookie-Einstellungen eine Option aktivierst, erklärst du dich mit deren Verwendung einverstanden. Dies ist ebenfalls in unserer Cookie-Richtlinie dargelegt. Um deine Einstellungen zu ändern oder deine Einwilligung zu widerrufen, kannst du jederzeit deine Cookie-Einstellungen aktualisieren.
Wir verbinden Planer und Anbieter der Eventbranche
eventbook.com ist die Plattform für die Eventplanung.
ImpressumDatenschutzAGB