05/08/2026
Beleuchtung bei Events
Inhaltsverzeichnis
Farbe und Beleuchtung rufen unterbewusst gezielte Emotionen in uns hervor
Es bedarf keiner erklärenden Worte, um dem Zuschauer die gewünschte situative Stimmung näher zu bringen. Farbe und Licht rufen unterbewusst gezielte Emotionen in uns hervor. Und es gibt kaum ein preiswerteres Mittel, Wände in eine bestimmte Farbe (vorwiegend in die der CI des Kunden) zu tauchen und das in Sekundenschnelle, als die Beleuchtung. Kalt, warm, pulsierend oder ruhig und das alles auf Knopfdruck. Wissen solltest du, dass die CI-Farbe des Kunden mit über 1,6 Millionen Farben pro Lampe nur annähernd getroffen werden kann, da Licht keine RAL oder Pantone-Farben erzeugt. Bei Theater- und Bühnenscheinwerfern handelt es sich um Lampen, die in die Bereiche Effektlicht und Ausleuchtungsscheinwerfer unterteilt werden.
Event-Beleuchtung: Tageslicht versus Kunstlicht
Die Ausleuchtungsscheinwerfer können in Tageslichtscheinwerfer und Kunstlichtscheinwerfer unterteilt werden. Tageslichtlampe bedeutet eine Helligkeit von ca. 5.600 bis 6.500 Kelvin und wird mit einem Vorschaltgerät betrieben, was diese Lampe auch wesentlich teurer macht. Sie lässt sich allerdings nicht dimmen. Die Helligkeit des Kunstlicht beträgt etwa 3.200 Kelvin und es wird als wesentlich wärmer empfunden.
Wir gehen an dieser Stelle der Beleuchtung nur auf die sogenannten Tageslichtscheinwerfer ein. Diese werden vorwiegend bei Film- und Fernseharbeiten als auch bei Fahrzeugpräsentationen eingesetzt, da man so auch bei Studioaufnahmen eine Tagessituation erzeugen kann. Dieser Scheinwerfertyp wird zur gleichmäßigen und flächigen Ausleuchtung von Bühnen, Podien, Messeständen usw. genutzt. Er strahlt ein dem Tageslicht ähnliches, weißes Licht ab und ist meist sehr lichtstark. Diese Gruppe besteht aus Scheinwerfern, die man nur händisch bewegen kann. D. h., dass diese Lampen nur an ihrem Bestimmungsort mit der Hand in die richtige Position gebracht werden können. Entweder mit Hilfe einer Leiter oder einer Hebebühne. Dabei sind die Bestimmungen des Arbeitsschutzes zwingend zu beachten.
Kopfbewegte Multifunktionslampen nennt man Effektlampen
Kopfbewegte Multifunktionslampen (z. B. Scanner, Moving Heads, Spotlights, Movinglights) gehören zu der Gruppe der Effektlampen. Diese werden am Lichtpult in der Farbe und den Wegen programmiert und gesteuert. Das Einleuchten der Lampen kann sehr oft nur dann gemacht werden, wenn es komplett dunkel ist. Das solltest du bei dem Zeitfenster für diese Tätigkeit in deinem Ablaufplan berücksichtigen.
Mit Gobos Logos auf die Bühne zaubern
GOBOs – Graphical optical blackouts –, das sind runde Masken (ursprünglich aus Metall, heute auch häufig aus Glas), die in einen Scheinwerfer eingesteckt werden, um auf der Bühne oder zu Werbezwecken Logos, Muster, Texte oder Bilder darzustellen.
Aber Vorsicht: Wenn du ein Gobo bestellst, solltest du wissen, welche Lampe dein Lieferant mitbringt. Denn nicht jedes Gobo passt in jede Lampe. Die Hersteller haben natürlich unterschiedliche Größen für ihre Lampen vorgesehen. Ein Schelm, der da an Böses denkt …
Viel Licht braucht Nebel
Licht benötigt drei Dinge:
genügend Strom
eine entsprechende Raumhöhe um die Personen auf der Bühne oder im Publikum nicht zu blenden
idealerweise Nebel, um die räumliche Wirkung von Scheinwerfern- und Laserstrahlern zu erhöhen.
Dabei gibt es zwei Arten von Nebelmaschinen:
Die herkömmliche Nebelmaschine setzt auf Knopfdruck an der Regie einen Schwall Nebel frei, der sich dann langsam im Raum verteilt.
Der Hazer hingegen verwendet Ultraschall und zerstäubt Wasser rein mechanisch und mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen.
Revolutionäre LED-Technik
Die LED-Technologie hat die Beleuchtung und Lichttechnik revolutioniert. Sie braucht deutlich weniger Strom, ist viel leichter und wird nicht so heiß. Setze die LED-Lampen vor allem bei der so genannten "Architekturbeleuchtung" als Streiflicht an Säulen und Wänden ein. Denn es gibt nichts Peinlicheres, als wenn sich die Bürgermeisterin an einem erhitzten PAR-Scheinwerfer am Boden die Waden verbrennt. Da lohnt es sich, doch ein paar Gedanken mehr an die Beleuchtung zu verschwenden.